Training- bzw. Coaching-Referenz: Ganzheitlich und facettenreich. Dankeschön!

Die Woche in Berlin war genial, hat mich ganzheitlich vorangebracht und viele Facetten beleuchtet: Was will ich, was kann ich, auf welche Stellen sollte ich mich bewerben, welche Überlegungen anstellen, wie das Anschreiben formulieren, welche Unterlagen beifügen, die Behinderung angeben oder nicht, wie die eigene Außenwirkung im Bewerbungsgespräch verbessern, was spielt sich in den Köpfen der Arbeitgeberseite ab und wie reagiere ich angemessen darauf, um mich optimal zu positionieren, usw.
Last but not least möchte ich den Kontakt mit meinen „Leidensgenossen“ nicht missen, die Stimmung in Berlin war sehr gut und motivierend.
Auch das Coaching danach war mir sehr wichtig. Viele kleine Bausteine zusammengenommen haben am Ende zum gewünschten Erfolg geführt.
Ihnen nochmals ganz herzlichen Dank für Alles und weiterhin viel Erfolg für Ihr Wirken und privat alles Gute!

Oliver S., Diplom-Volkswirt, zum ZAV-Bewerbungstraining mit Coaching im April 2018 für die Business Trends Academy.

Qualifizierungen für Menschen mit Migrationshintergrund

Anforderungen, Konzepte und Resultate – zu Ergebnissen der Fachtagung des IQ-Netzwerkes im September 2017 in Berlin

Spontan fand ich mich von einem Tag auf den anderen auf dem Podium des Forums 5 der Fachtagung zu migrationsspezifischen Qualifizierungen wieder. Veranstaltet wurde diese vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb).

Beruflich interessierte ich mich 2014 erstmals als Referent für Fachkräftesicherung für qualifikationsadäquate Arbeit und das Fachkräftepotenzial im personalstrategischen Kontext für kleine und mittelständische Betriebe. Der Tellerandblick für eine künftigen Sicherung fachlich qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter riechtete sich damals auf die Bemühungen der Beuth Hochschule zur Qualifizierung zugewandter Akademikerinnen und Akademiker.
Als Referent für die Business Trends Academy (BTA) in Berlin stellte ich mich am 21. September 2017 interessierten Fragen zur Qualifizierungen für Menschen mit Migrationshintergrund und wir teilten Erfahrungen sowie Ideen.
Einen Tag lang ging es mit dem IQ Netzwerk um Anforderungen, Konzepte und Resultate. Erfahrungsberichte, politische Positionierungen, Forschungserfahrungen, Praxisgespräche boten regen Austausch. Deutlich wird das auch auf den Veranstaltungsfotos von dem Fachtag in Berlin. Die Fachtagung richtete sich an Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen, Vertretungen der Arbeitsverwaltung und der Kammern, Beratende der Anerkennungs- und Weiterbildungsberatung, Vertretungen aus Wissenschaft und Forschung, Bildungsdienstleister sowie die interessierte Fachöffentlichkeit.
In fünf Foren zur Modernisierung migrationsspezifischer Qualifizierung standen im

  • Forum 1: Neue Methoden – Digitalisierung des Lernens,
  • Forum 2: Neue Inhalte – Qualifizierungen im Kontext des Anerkennungsgesetzes,
  • Forum 3: Neue Aufgaben – Anforderungen an Dozierende,
  • Forum 4: Neue Chancen – Lernen mit Arbeitserfahrung, aber ohne Berufsabschluss und
  • Forum 5: Neue Wege – Potentiale zugewanderter Akademikerinnen und Akademiker fördern.
    Im fünften Forum diskutierten wir Ansätze zur Förderung von Potenzialen, beziehungsweise der Verbesserung wirklicher Strukturen sowie aktiven, förderlichen – ja individuellen Perspektivöffnungen von Akademikerinnen und Akademikern im Arbeitsmarkt dieser Republik. Es gibt dabei viel zu tun!

Mit großem Interesse folgte ich dem Impulsvortrag von Wojciech Cichon von der Universität Duisburg-Essen zum Studienprogramm OnTOP aus Nordrhein-Westfalen über die Besonderheiten und infrastrukturellen Gewinne der Universität im Nutzen für die Teilnehmer*innen – die zugezogenen Akademikerinnen und Akademiker.
Ebenso aufschlussreich nahm ich den Erfahrungsbericht von Herrn Rolf Schäfer zu der Brückenmaßnahme Betriebswirtschaftslehre für Akademikerinnen und Akademiker mit internationalem Abschluss der Stadt Mannheim wahr.
Souverän und entschieden berichtete Andrei Davidovici als ehemaliger Teilnehmer einer Brückenmaßnahme der IQ-Fachstellen uns am Forum interessierten von seiner Wahrnehmung und der Wirkung dieser „Maßnahme“.

Aus Perspektive der Bildungsdienstleister konnte ich Erfahrungen teilen, die sich seitens der Fort- und Weiterbildung mit der Zielgruppe erstreckten. Im Bereich der geförderten Angebote wäre beispielsweise

eine transparentere und agile Kommunikation zwischen Trägern und Agentur wünschenswert, um Bedarfe besser feststellen zu können.
Die Einbindung von Unternehmen hierbei vorteilhaft. Hier sollte man sich mehr an der Wirtschaft orientieren und besonders Agilität spielt hier eine große Rolle.
Dann sind dementsprechend gezielte Angebote für die Zielgruppe zu erstellen.

So hebt es die Geschäftsführerin der Business Trends Academy (BTA) GmbH Maxi-Marlen Fleischmann hervor.

Erfahrungen aus dem Karriere- und beruflichen Coaching kommunizierte ich und verwies darauf, welch‘ Hilfe diese Hilfe zur Selbsthilfe darstellt, wenn Informationswege und -strukturen orientieren können.
Für die „neuen Wege zur Potentialförderung“ sind folgende Stichworte diskutiert worden:
Motivation, Sprachförderung, bessere Kommunikation zwischen den beteiligten Institutionen, Beratung, faire Jobangebote, Netzwerke, Begleitung, Bewerbungscoaching, die Problematik Mindestlohn, Kommunikation mit den Unternehmen, individuelles Coaching.

Für Interessierte lohnt sich der Blick in die Ergebnisse der Fachtagung, die sich über arbeitsmarktpolitische und regulative und persönliche Aspekte in der sogenannten „Integration durch Qualifizierung“ erstrecken.
Ganz in Sinne hilfreicher Netzwerke hoffe ich ein wenig zur partizipierenden Teilhabe von Engagierten, Aktiven beigetragen zu haben.

 


Weiterführende Informationen:

Zusammenfassung der IQ-Fachtagung
Business Trends Academy (BTA) GmbH
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) – IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung
IQ Netzwerk
BeuthBonus